Europas Jugend für eine abfallfreie Zukunft stärken: Das Projekt „Waste Not, Want Not“ feiert drei Jahre erfolgreiche Umweltbildung 

Hamburg– 31. August 2026
Nach drei Jahren innovativer grenzüberschreitender Zusammenarbeit geht das Waste Not, Want Not“ (WNWN)-Projekt heute offiziell zu Ende und markiert damit einen wichtigen Meilenstein in der Nachhaltigkeitsbildung in ganz Europa. Seit seinem Start hat die Initiative Grund-, Sekundar- und Berufsschulen in Österreich, Bulgarien, Tschechien, Deutschland, der Slowakei und Slowenien erfolgreich eingebunden und Pädagog*innen sowie Schüler*innen mit praktischen Instrumenten ausgestattet, um den Übergang zu einer kreislauforientierten, kohlenstoffarmen Wirtschaft voranzutreiben. 

Überwältigende Beteiligung an der „Waste Not, Want Not“-Aktionsaufruf-Challenge 

Ein Eckpfeiler des Projekterfolgs war die WNWN-Aktionsaufruf-Challenge, die am Internationalen Zero-Waste-Tag gestartet wurde und sich über die Schuljahre 2025 und 2026 erstreckte. Unterstützt durch eine Multi-Channel-Kampagne – einschließlich Webinaren, Social-Media-Aktivitäten und direkter Einbindung über nationale Partner – übertraf die Initiative ihre wichtigsten Leistungsziele bei weitem. Über zwei Kampagnenzyklen hinweg wurden insgesamt 205 Schulprojekte eingereicht, was das Ziel von 50 aktiven Schulen bei weitem übertraf. Die teilnehmenden Einrichtungen führten praktische Projekte zur Abfallreduzierung durch, die von Audits zur Lebensmittelverschwendung über die Erfassung von Essensresten auf den Tellern und Kampagnen zur Portionskontrolle in der Kantine bis hin zu Initiativen zur Plastikreduzierung, Kompostierung mit Wurmkompostbehältern und von Schülern organisierten Kleidertauschaktionen reichten. Das Feedback der Lehrkräfte in allen Partnerländern war überwältigend positiv: 100 % der befragten Pädagogen gaben an, dass die Materialien der Initiative relevante und äußerst wirksame Unterstützung boten, die sowohl die Motivation der Lehrkräfte als auch das Engagement der Schüler steigerte. 

Stärkung von Schulen durch praxisorientiertes, von Gleichaltrigen geleitetes Lernen 

Im Laufe von 36 Monaten lieferte „Waste Not, Want Not“ leicht zugängliche, praxisnahe Lösungen zur Abfallreduzierung im Bildungsbereich. Von Pilotprogrammen für die frühkindliche Bildung in slowenischen Kindergärten über Zero-Waste-Demonstrationen in bulgarischen Kochfachschulen bis hin zu schülergeführten „Water Peers“-Initiativen in Österreich bewies das Projekt, dass Umweltmaßnahmen auf jede Altersgruppe und jeden Lehrplan zugeschnitten werden können. 

Zu den wichtigsten Erfolgen zählen: 

  • 100 %ige Nutzung der Materialien: Alle teilnehmenden Lehrkräfte integrierten die WNWN-Toolkits und Herausforderungen in ihren Unterricht; über 90% gaben an, dass das Projekt eine wertvolle Unterstützung für ihre pädagogische Praxis darstellte und gleichzeitig die Motivation und das Engagement der Schüler deutlich steigerte. 
  • Interaktive Toolkits und Audits: Schulen setzten praktische Methoden zur Selbstbewertung, Tools zur Erfassung von Lebensmittelabfällen in der Kantine wie den „Tree of Food Waste“ sowie Kleidertauschbörsen auf dem Schulgelände um und verwandelten so abstrakte Umweltkonzepte in greifbare Alltagsgewohnheiten. 
  • Offener und mehrsprachiger Zugang: Alle neun Projekt-Fallstudienfilme, Einführungsvideos und pädagogischen Toolkits wurden vollständig in sechs Sprachen übersetzt und untertitelt und stehen dauerhaft als kostenlose Open Educational Resources auf der Projektplattform zur Verfügung. 

„Unser Ziel war es von Anfang an, Nachhaltigkeit nicht nur zu lehren, sondern sie auch zu leben“, so das WNWN-Projektmanagementteam. „Durch die Kombination digitaler Tools mit basisorientierten Maßnahmen im Unterricht haben wir ein widerstandsfähiges Modell für schulweite Nachhaltigkeit geschaffen, von dem Lehrkräfte, Schüler und lokale Gemeinschaften noch lange nach Projektende profitieren werden.“ 

Ein bleibendes Vermächtnis für das europäische Bildungswesen 

Auch wenn der offizielle Projektzeitraum am 31. August 2026 endet, werden die Auswirkungen des Projekts fortbestehen. Alle Methoden, Video-Fallstudien und lokalisierten Bildungsportale bleiben für Pädagog*innen, Kommunen und Umweltaktivist*innen weltweit unter www.wastenot-wantnot.eu frei zugänglich. 

Über „Waste Not, Want Not“ 

„Waste Not, Want Not“ ist eine dreijährige europäische Bildungsinitiative, die sich der Förderung von Ressourcenschonung, Abfallvermeidung und einer nachhaltigen Denkweise in Schulen widmet. Durch die Einbindung verschiedener Interessengruppen, digitale Innovation und Peer-to-Peer-Lernen befähigt das Projekt die nächste Generation, eine abfallarme Kreislaufwirtschaft aufzubauen. Das Projekt wurde durch das Erasmus+-Programm der Europäischen Union finanziert.