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Nicht auf unsere Kosten!

19. Oktober um 19:00 - 21:00

kostenlos

Arbeit und Klimagerechtigkeit – zusammengedacht

Der vom Menschen verursachte Klimawandel gehört zu den größten Herausforderungen unserer Zeit. Die Art und Weise wie wir arbeiten und produzieren trägt maßgeblich dazu bei, ob das Pariser Klimaabkommen eingehalten und die Erderwärmung auf 1,5 Grad begrenzt werden kann. Um die negativen Folgen des Klimawandels so gering wie möglich zu halten ist sowohl gesellschaftlich als auch wirtschaftlich ein Umdenken nötig. Doch während mit FridaysforFuture eine zivilgesellschaftliche Bewegung entstanden ist, die weltweit laut für Klima- und Generationengerechtigkeit auf die Straße geht, bangen viele Arbeitnehmer*innen vor allem in der Automobil-, Bau-, Kohle- oder Stahlindustrie um ihre Existenz. Scheinbar unvereinbar steht nachhaltigem Klimaschutz ein drohender Verlust von Arbeitsplätzen gegenüber.

So droht beispielsweise in München seit August die Schließung eines Bosch-Werkes unter dem Vorwand des Klimaschutzes. Doch statt sich gegeneinander ausspielen zu lassen, haben sich dort erstmals Arbeiter*innen und Klimaaktivist*innen zusammengetan, um gegen die Schließung des Werkes zu protestieren. Gemeinsam fordern sie die Umstellung der Produktion auf klimafreundliche und gesellschaftlich notwendige Erzeugnisse.

Erste Annäherungen gibt es z.B. zwischen Ver.di und FridaysforFuture bzw. IG Metall und dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Gemeinsam beschäftigen sie sich mit Fragen zum sozialökologischen Umbau, einer Stärkung von Guter Arbeit, die kollektiv durch Tarifverträge abgesichert, mitbestimmt, geschlechtergerecht, gesund und angemessen bezahlt ist. In der Diskussion geht es auch um die Ausrichtung der Wirtschaft an gesellschaftlichen Bedarfen, ökologischer Nachhaltigkeit und gerechter Verteilung anstatt an Profitmaximierung sowie mehr Geld für eine sozialgerechte Verkehrs-, Agrar- und Energiewende.

Warum gibt es bisher so wenige Zusammenschlüsse zwischen Klimabewegung einerseits und Arbeiter*innen und Gewerkschaften andererseits? Warum gestaltet sich die Zusammenarbeit so schwierig und weshalb ist sie dennoch wichtig? Welche Rolle spielt das Thema Klimaschutz in aktuellen gewerkschaftspolitischen Debatten und inwiefern beschäftigten sich Umweltorganisationen und Klimagerechtigkeitsinitiativen mit dem Thema Arbeit bzw. den Forderungen von Arbeitnehmer*innen? Wo gibt es bereits Zusammenschlüsse und wie sieht eine Zusammenarbeit aus? Wie sehen klimaschutzpolitische Maßnahmen aus, die die berechtigten Ängste von Arbeitnehmer*innen einbeziehen? Welche Lösungsansätze bieten Konzepte wie sozial-ökologische Transformation und der European Green Deal und warum reicht „grünes Wachstum“ nicht aus?

Darüber sprechen wir mit Marie-Luisa Wahn (BUNDjugend Deutschland) und XY (IG Metall).

Die Veranstaltung findet online statt im Zuge des W3_Projektes arbeit global in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg.

 

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Verbundprojekts „Wirtschaften mit Zukunft“ statt.

Hier können Sie sich für die Veranstaltung anmelden.

Details

Datum:
19. Oktober
Zeit:
19:00 - 21:00
Eintritt:
kostenlos

Veranstalter

Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg e.V.
E-Mail:
info@umdenken-boell.de
Website:
http://www.umdenken-boell.de/de

Veranstaltungsort

Online