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Chemiepolitische Mittagstalks: Giftig und ungerecht – Das Geschäft mit niedrigen Sozial- und Umweltstandards

2. Juni um 12:30 - 13:15

Doppelte Standards im Umgang mit Rohstoffen, Chemikalien und Abfällen sind weltweit an der Tagesordnung. Ein Beispiel ist Kinderarbeit zum Abbau von Erzen zur Herstellung von Smartphones. In Afrika alltäglich, in der EU undenkbar. Auch deutsche Unternehmen profitieren von Rohstoffen und Produkten, die Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern unter niedrigsten Sozial- und Umweltstandards herstellen. Eine globale Chemikalien- und Abfallkonvention, die überall hohe Standards etwa im Arbeits- und Umweltschutz einführt, könnte die Praxis solcher doppelten Standards beenden – zum Wohl der Menschen und der Umwelt weltweit.

INPUT
჻ Ralph Ahrens, Referent Internationale Chemikalienpolitik beim Bund für Umwelt und Naturschutz
Deutschland

MODERATION
჻ Ramona Bruck, Forum Umwelt und Entwicklung

Anmeldung über : https://www.forumue.de/seminarreihe-chemiepolitische-mittagstalks/

Jährlich sterben weltweit 1,6 Millionen Menschen an den Auswirkungen gefährlicher Chemikalien. Die massive Verwendung von Chemikalien, der enorme Verbrauch und Gebrauch von Rohstoffen für ihre Produktion und ein maßloses Konsumverhalten gefährden das ökologische Gleichgewicht des Planeten und die Gesundheit seiner Bewohner:innen. Der BUND, das Forum Umwelt & Entwicklung, HEJSupport, PAN Germany und WECF engagieren sich gemeinsam für einen zukünftig besseren Schutz der Umwelt und Gesundheit vor Chemikalienbelastungen. Als Organisationen der Zivilgesellschaft bringen sie Verbesserungs-vorschläge für das Chemikalienmanagement ein, stellen Informationen bereit und verhelfen dem Thema Chemikalien zu mehr Aufmerksamkeit. Ein Fokus dabei ist die fünfte Internationale Konferenz zum Chemikalien Management, die im Juli 2021 in Bonn ein globales Rahmenabkommen für den sicheren und nachhaltigen Umgang mit Chemikalien auf den Weg bringen sollte. Auch wenn die Konferenz aufgrund der COVID-19-Pandemie verschoben werden musste, bleiben ihre Themen von Bedeutung. Einige der in den Verhandlungen für das globale Rahmenabkommen zentralen Fragenkomplexe werden wir in einer Reihe „Chemiepolitischer Mittagstalks“ von Expertinnen und Experten beleuchten lassen. In jeweils knapp 45 Minuten werden wir erfahren, wo wichtige Stellschrauben im internationalen Chemikalienmanagement eingedreht sind und was getan werden muss, um sie zu anzuziehen.

Mit freundlichen Grüßen aller Veranstalter:innen
჻ Ulrike Kallee, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland
჻ Wolfgang Obenland, Forum Umwelt & Entwicklung
჻ Alexandra Caterbow, Health and Environment Justice Support
჻ Susan Haffmans, Pestizid Aktions-Netzwerk Deutschland
჻ Johanna Hausmann, Women Engage for a Common Futu

Details

Datum:
2. Juni
Zeit:
12:30 - 13:15

Veranstalter

Forum Umwelt und Entwicklung

Veranstaltungsort

Online-Event